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Opa und das Durcheinander verstehen

Netzwerk Demenz setzt sich mit Projekten für eine demenzsensiblere Gesellschaft ein

Die Corona-Pandemie birgt für Menschen mit Demenz ebenso wie für deren Angehörige besondere Herausforderungen. So sind viele an Demenz Erkrankte in einem hohen Alter und zählen somit zur Risikogruppe. „Zum anderen erschwert es die Krankheit zusätzlich, all das, was momentan passiert, zu verstehen und auch damit umzugehen“, so Michael Koffer, Vorsitzender des Demenz Netzwerk Landkreis Heidenheim e.V. Ihr Ziel, durch Aufklärung und Information zu einer demenzsensibleren Gesellschaft beizutragen, verlieren die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins auch in Zeiten eingeschränkter Kontakte und kaum möglicher Präsenzveranstaltungen nicht aus den Augen. „Von dem, was wir geplant hatten, konnten wir zwar nur einen Teil angehen. Aber umso mehr freuen wir uns über die Aktionen und Projekte, die wir umsetzen konnten“, sagt Koffer. Dazu gehört etwa der Ausbau des Informationsangebots im Internet. Hier finden Betroffene, Angehörige und Interessierte auch verschiedene Broschüren etwa mit Tipps und Handlungsmöglichkeiten für den Alltag ebenso wie mit Hilfsangeboten im Landkreis Heidenheim. „Wir sind hierbei sehr dankbar für die enge Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt Landkreis Heidenheim, der uns in unserer Arbeit unterstützt“, so Koffer. Wichtig ist es dem Demenz Netzwerk auch ganz gezielte Themen anzugehen: So fand jüngst ein Online-Seminar „Krankenhausaufenthalt – was nun?“ statt. Marita Schmidt, Pflegeexpertin am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart, zeigte in ihrem Vortrag auf, wodurch Menschen mit Demenz der Aufenthalt in einer Klinik erleichtert werden kann. „Ganz besonders freut uns, dass wir in einer unserer Arbeitsgruppen ein Kinderbuch „Opa und das Kistendurcheinander“ zum Thema Demenz erstellen konnten. Dieses Kinderbuch wird in den kommenden Wochen kostenlos an alle Kindergärten im Landkreis Heidenheim verschickt. In diesem Buch wird kindgerecht erklärt, was es mit einer Demenz auf sich hat“, berichtet Koffer. Inspiriert durch ein Plakat für Demenzberatung einer Krankenkasse war es Mathias Brodbeck, Schatzmeister des Demenz Netzwerks, ein Anliegen, Kindern das Thema Demenz näher zu bringen und bildlich zu veranschaulichen. Die Geschichte (geschrieben von Silas Brodbeck, Psychologiestudent) des Kinderbüchleins sowie die Bebilderung (Dora Brodbeck, Theologiestudentin) stammt von zwei jungen Erwachsenen, die sich hierfür begeistern konnten. Im Arbeitskreis wurde daraus ein Kinderbüchlein verwirklicht, das jetzt breit gestreut und verteilt werden soll.

Auch im Jahr 2022 hat das Demenz Netzwerk einiges vor. „Fest eingeplant ist ein Vortrag im Congress Centrum Heidenheim mit der Buchautorin Helga Rohra, die selbst an Demenz erkrankt ist und sich für die Rechte von Menschen mit Demenz einsetzt. In ihrem Vortrag wird sie berichten, wie sie trotz Einschränkungen den Alltag meistert, der auch Ämter wie den Vorsitz der EU-Arbeitsgruppe „Menschen mit Demenz“ (EWGPWD) beinhaltet“. Ergänzend dazu soll ein interessantes und informatives Rahmenprogramm gestaltet werden.

Weitere Informationen ebenso wie verschiedene Broschüren zum Thema Demenz gibt es im Internet unter www.demenz-hdh.de. Die Broschüren erhalten Sie auch in Papierform in der Geschäftsstelle des Demenz Netzwerkes unter: s.schumann@demenz-hdh.de.

12/2022

(Erstellt am 11. Januar 2022)