Weiteres Kooperationsprojekt von Gesundheitsamt und DHBW Heidenheim
Im Rahmen des Masterplans „Gesundheitsversorgung im Landkreis Heidenheim 2035“ hatte bereits im Dezember 2025 ein Kooperationsprojekt des Gesundheitsamts des Landkreises Heidenheim und der DHBW Heidenheim mit interdisziplinärer Ausrichtung stattgefunden. Nun folgte ein weiteres gemeinsames Projekt, bei dem die Frage der Gesundheitskompetenz im Mittelpunkt stand.
Als Gesundheitskompetenz wurde dabei die Fähigkeit definiert, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und anzuwenden. In diesem Zusammenhang war es die Aufgabe der sieben teilnehmenden DHBW-Studierenden die Gesundheitskompetenz der Zielgruppe „Eltern mit Kleinkindern“ im Landkreis Heidenheim zu erheben. Sie sollten mit qualitativen Interviews herausfinden, woher die Zielgruppe Gesundheitsinformationen bezieht und welche Angebote sie gegenwärtig kennen und nutzen.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurde von den Studierenden kürzlich vorgestellt. Insgesamt zeigten die interviewten Eltern ein gutes Gesundheitsverständnis. Für die Elternteile steht der Begriff „Gesundheitskompetenz“ für Ernährung, Informationssuche und -vergleich sowie auch für Wissensaustausch, körperliche Aktivität und Prävention. In Bezug auf die Gesundheit ihres Kindes stehen die Themen körperliche Aktivität, Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel im Vordergrund. Gesundheitsinformationen zu diesen Themen werden aktiv gesucht und verglichen. Gesundheitsangebote wie z. B. U-Untersuchungen oder Impfungen werden von über 80 Prozent der Befragten genutzt.
Dr. Dorothee Thierer-Graß und Timo Stinsky vom Gesundheitsamt des Landkreises, welches der Auftraggeber der Interviews war, lobten die Ergebnisse: „Die studentische Arbeit gibt einen guten Einblick in die Perspektive von Eltern mit Kleinkindern im Landkreis. Daraus lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen ableiten.“ In einer Doppelrolle war Dr. Tamara Waldmann beteiligt. Sie ist zu 50 Prozent im Studiengang Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der DHBW und zu 50 Prozent im Team der Kommunalen Gesundheitskonferenz im Landratsamt Heidenheim tätig.
Von den Studierenden wurde in einer abschließenden Reflexionsrunde die Wichtigkeit der niedrigschwelligen, zielgruppenorientierten Ansprache hervorgehoben. Sie schlugen vor, digitale Angebote zu stärken und für bestehende Angebote die Sichtbarkeit zu erhöhen. Das Ergebnis des Projekts gab den Studierenden die Möglichkeit, ihre Kompetenzen bei der Umsetzung realer Projekte zu stärken.
61/2026
